Mehr Sicherheit durch automatisierte Gleiskontrolle
22.02.2007
Die stetig zunehmenden Passagieraufkommen im Bahnverkehr erhöhen gleichzeitig die Anforderungen an die Sicherheit im Bahnverkehr. Dabei wird den Bahngleisen eine entscheidende Rolle zu Teil, da diese durch die erhöhte Benutzung vermehrt Verschleißerscheinungen aufweisen. Aus diesem Grund müssen Schienenköpfe regelmäßig auf Abnutzungserscheinungen kontrolliert werden, da abgetragene Schienenköpfe ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen.
Diese Prüfung wurde bisher von Ingenieuren mittels Sichtkontrolle durchgeführt, die kostenintensiv, zeitaufwendig und uneinheitlich war. Eine Option, diese Prüfung zu automatisieren, wurde in der Vergangenheit bereits mehrmals mit herkömmlichen Laser-Profilsensoren getestet. Ergebnis dieser Tests war, dass die Messrate dieser Profilsensoren zu langsam war und auf Grund der unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten der Gleise (glänzendes Metall und Korrosion) keine konstanten Messwerte erreicht werden konnten.
Durch Einsatz von Profilsensoren der Serie scanCONTROL 2800 wurden diese Anforderungen erfüllt. Die enormen messtechnischen Daten, z.B. Profilfrequenz von 4 kHz, der Messrate von 256 kHz sowie die mikrometergenaue Auflösung, ermöglichten eine zuverlässige Inspektion.
Zur Messung projiziert scanCONTROL eine Laserlinie auf die Schiene. Durch die Reflexion des Laserlichts wird die Distanz der Schiene zum Scanner submikrometergenau bestimmt.
Für eine umfassende Schienenkontrolle werden in einem Messwagon neun optoCONTROL 2800 verwendet. Am Unterboden dieses speziellen Messwagons befestigt, detektieren sie zuverlässig die Schienenoberfläche während der Fahrt. Die im Wagon integrierte Auswerteelektronik stellt fest, wenn die Toleranzgrenze unterschritten wird und somit eine Reparatur notwendig ist. Die Defektposition wird über den entsprechenden Streckenkilometer festgehalten, so dass die defekte Stelle später sicher wieder gefunden und ausgebessert werden