Mehr Sicherheit bei variabler Abstützbreite
25.06.2007
Moderne Fahrzeugkrane und Arbeitsbühnen erreichen Ausladungen von weit über 100 m. Bei dieser Länge wirken enorme Hebelkräfte auf das Fahrzeug. Diesen Hebelkräften soll durch den Einsatz von Abstützungen an den Seiten des Fahrzeugs entgegengewirkt werden. Das volle Lastmoment kann nur dann sicher bewegt werden, wenn die Abstützungen voll ausgefahren sind. Deshalb war bisher bei nicht vollständig ausgefahrenen Stützen das Arbeiten durch einen Lastmomentbegrenzer nicht möglich.
Ein namhafter deutscher Hersteller von Autokrane setzt seit einiger Zeit für seine Arbeitsbühnen serienmäßig Seilzugsensoren von Micro-Epsilon ein. Das ermöglicht den Bühnen auch das Arbeiten unter beengten Verhältnissen. An jeder Abstützung befinden sich zwei Sensoren. Die Sensoren melden an die Kransteuerung, wie weit die Stütze ausgefahren wurde. Mit weiteren Messwerten, wie der Hublast und der Länge des Auslegers, wird das maximal zulässige Lastmoment ermittelt. Der Kran hebt die Last nur dann, wenn die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden. So bleibt die Gefahr ausgeschlossen, dass der Kran durch eine Überbelastung des Auslegers bei nicht ganz ausgefahrener Abstützung kippen kann.
Für die Stützen als sicherheitsrelevante Komponenten ist es notwendig, eine redundante Messung mit zwei Sensoren durchzuführen. Weichen die Messergebnisse der beiden Sensoren voneinander ab, lässt der Kran keine Hubbewegung zu. Das redundante Messkonzept leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit am Autokran.
Der Kunde verwendet dazu den wireSENSOR P60 bzw. P96 von Micro-Epsilon mit einem Messbereich von 1,5 m bzw. 3 m. Seilzugsensoren sind für diese Anwendung besonders geeignet, da die teleskopierende Bewegung der Stützen durch das Messseilkonzept sicher erfasst wird. Darüber hinaus sind Seilzugsensoren von Micro-Epsilon extrem robust konstruiert und können auch nachträglich an den Kran angebaut werden.