Dualsensoren zur Dickenmessung
16.10.2007
Die Dicke eines Objekts kann auf unterschiedliche Art und Weise ermittelt werden. Entweder wird von beiden Seiten gemessen oder es wird die Abstandsinformation einer Seite mit einem fixen Bezugspunkt verrechnet. Dabei stellt der Bezugspunkt die untere Materialoberfläche dar.
Dualsensoren detektieren die Materialdicke aus einer Richtung, wobei dazu ein fixer Bezugspunkt benötigt wird. Dabei misst ein Sensor auf die Materialoberfläche und ein zweiter durch das Material auf das darunterliegende Medium. Diese Lösung ist besonders zur Messung der Dicke von Folien, Kunststoffbahnen und -schichten geeignet. Ein Beispiel dafür ist die Produktion von Kunststoff-Interieur für die Automobilindustrie. Der Kunststoff wird mit einer Düse in eine Metallform gesprüht, wobei die Dicke der Sprühhaut einen entscheidenden Faktor bildet. Mit der adaptierten Dualsensorik wird die Kunststoffdicke direkt nach dem Aufbringen gemessen und die Kunststoffausbringung bei möglichen Abweichungen nachgeregelt.
Für die Dickenmessung von Flachfolien sind Messanlagen mit den Kombinationen Wirbelstrom mit Laser- Mikrometer bzw. Wirbelstrom mit kapazitivem Sensor, sowie Wirbelstrom mit Lasersensor erhältlich. Welche Technik zur Bestimmung der Foliendicke die passende ist, hängt ganz von der Struktur und der Materialzusammensetzung der zu messenden Folie ab.