Einseitige Schichtdicke von Gläsern
15.01.2008
In der Produktion von Scheiben für Kfz werden seit vielen Jahren Sicherheitsgläser eingesetzt. Speziell für die Windschutzscheibe darf nur Verbund-Sicherheitsglas verwendet werden. Dieses Glas besteht aus zwei oder mehr Scheiben, zwischen denen eine klebende Kunststofffolie verhindert, dass bei einem Unfall Glassplitter umherfliegen. Der Kunststoff wird in der Produktion als Folie zwischen die Scheiben gespannt und im Autoklaven verschmolzen. Dabei ist es möglich, dass die Dicke der Kunststoffschicht nicht über die ganze Scheibe konstant ist. Bei Bruch der Scheibe würde diese Stelle die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen. Es könnten Splitter umherfliegen und Personen verletzt werden. Deshalb gilt es die Dicke der Kunststoffschicht stichprobenartig zu kontrollieren.
Für diese spezielle Applikation werden konfokale Sensoren mit 10 mm Messbereich verwendet. Der Sensor erreicht dabei eine Auflösung von 0,4 µm. Um den Grundabstand des Sensors konstant zu halten wurde ein kleiner Aufbau um den Sensor entwickelt, so dass dieser nur noch auf die Scheibe aufgesetzt werden muss, bevor die Messung starten kann.
Der Sensor erfasst die Distanz der einzelnen Schichtübergänge in der Scheibe, wie bspw. von Glas auf Kunststoff. Es werden vier Punkte je Messung festgestellt, wobei die Differenz der beiden inneren Punkte die Dicke der Kunststofffolie bedeutet. Nur wenn die Folie eine konstante Dicke aufweist, ist die Produktion in Ordnung und die Scheiben können ausgeliefert werden